KINTSUGI
THE ART OF IMPERFECTION
SPECIAL EVENT
Svetlana Leiber & Felicitas Sohm
9. Januar 2026, 10 – 17 Uhr
Villa Sträuli, Winterthur
Die Jahrhunderte alte japanische Handwerkskunst des Kintsugi trifft auf die Mystik von Sherivat Ha-Kelim (Breaking of the Vessels) aus der jüdischen Kabbala: Als das Licht (unsere Essenz) in die Form (den Körper) gefüllt wurde, zerbrach das Gefäß – es musste zerbrechen, denn es konnte die göttliche Energie (noch) nicht halten.
Auf dem Weg des Conscious Embodiment sammeln wir all unsere Scherben und Fragmente ein und fügen sie mit dem Gold unseres Bewusstseins wieder zusammen. Erst nach diesem Prozess der Integration ist das Gefäß, d. h. unser Körper, stark genug, das Licht in sich zu halten. Im Annehmen unserer menschlichen Unvollkommenheit können wir unsere ursprüngliche Vollkommenheit erfahren.
There is a Brokenness out of which comes the Unbroken.
In diesem Spezial-Event zum Jahresbeginn setzt du dein eigenes symbolisches Gefäß unter der Anleitung einer in Japan ausgebildeten Kintsugi-Künstlerin wieder zusammen und veredelst es mit Gold. Umrahmt wird der Anlass von Geschichten über die Tradition des Kintsugi, von Embodiment-Praktiken & Reflexionen – und feinem Essen, serviert von Chef Luca Verardi.
Das Atelier-Event mit Felicitas Sohm (Kintsugi- & Urushi-Künstlerin) und Svetlana Leiber findet in der Villa Sträuli in Winterthur statt. Alle Materialien & Werkzeuge werden zur Verfügung gestellt. Du kannst das Gefäß, das du mit Kintsugi bearbeitest, selbst aussuchen.
A Shatteredness out of which blooms the Unshatterable.
Rashani
Wir beobachten, dass viele Frauen – gerade die begabten, intuitiven und intensiven – in zwei Extremen festhängen, die ihnen die wahre Wirksamkeit für das kommende Jahr rauben:
1. Das zerbrochene Gefäß (Die Trauma-Identität) Wir identifizieren uns mit unseren Scherben. Wir verwalten unsere Wunden, machen sie zu unserer Identität, zu unserem Beruf und tragen sie wie ein Gewand. Wir polieren den Schmerz, in der Hoffnung, dadurch gesehen zu werden. Doch Scherben können kein Licht halten – sie schneiden nur.
2. Das reine Licht (Der spirituelle Bypass)
Wir ziehen uns ins “Reine” zurück. Wir meditieren uns weg von der Schwere der Welt, hoffend, dass das Licht allein genügt. Doch Licht ohne Gefäß hat in dieser Ebene keine Form und keine Statik. Es verströmt sich wirkungslos.
Das Special Event ist offen für max. 8 Teilnehmerinnen.
Die Rückkehr zum Gold ist der einzige Weg der inkarnierten Instanz. Wir akzeptieren die Brüche unserer Biographie, aber wir hören auf, sie als Defekte zu bewirtschaften.
Du bist nicht zerbrochen, weil du schwach oder defekt warst. Das Gefäß ist zerbrochen, weil das Licht, das in dich einströmen wollte, stärker war als deine alte Form.
Deine bisherige Identität und die Architektur deines Nervensystems konnten diese Voltage nicht mehr halten. In der Kabbala ist dies das Shevirat ha-Keilim: Der Bruch war kein Unfall, sondern eine kosmische Notwendigkeit zur Expansion.
DER DRITTE WEG: DAS VERGOLDETE GEFÄSS
FAQ
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Das Atelier-Event ist für alle interessierten Frauen geöffnet. Die Zahl der Teilnehmerinnen ist auf 8 Plätze begrenzt.
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Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben. Bei Bedarf kann man sich auf die Warteliste setzen lassen. Hier wird es 5 Tage vor Beginn des Kurses eine erneute Erinnerung geben.
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Die Kursgebühr beträgt CHF 375.
Die Kursgebühr beinhaltet eine original japanische Teeschale, zudem alle Materialien sowie die Verfügbarkeit & Nutzung diverser Werkzeuge.Im Preis enthalten sind außerdem die Kaffee- & Teepausen am Vormittag und Nachmittag sowie der Lunch im Bistro der Villa, gekocht von Chef Luca Verardi.
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Ja. Deine Hände sich geschickter, als du denkst, und wir werden sie mit Embodiment-Praktiken zusätzlich „aufwecken“.
Felicitas wird die Schale, die du ausgewählt hast, außerdem so für dich zerbrechen, dass du keine KINTSUGI-Meisterin sein musst, um ein wunderschönes Ergebnis zu bekommen.
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Das japanische Handwerk des KINTSUGI ist die materielle Entsprechung der Kunst des CONSCIOUS EMBODIMENT.
Beim KINTSUGI sammeln wir reale Scherben wieder ein, fügen sie geduldig zusammen und veredeln die Risse mit Gold. Jeder Arbeitsschritt hat seinen eigenen Rhythmus, mal geht es darum, sehr schnell und präzise zu arbeiten, dann wieder brauchen einfache Vorgänge gefühlt unendlich Zeit.
Die Embodiment-Praxis folgt ebenso den inneren Rhythmen des Körpers, seinen Gezeiten von Kontraktion und Expansion, dem geduldigen Warten, bis Energie oder emotionale Inhalte integriert sind.
KINTSUGI & CONSCIOUS EMBODIMENT lehren uns die Hingabe an den Prozess, der nicht vom Ego-Willen gesteuert werden kann – und doch unsere gesamte geistige Kapazität und körperliche Präsenz verlangt.
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Der Workshop ist so angelegt, dass du dein Gefäß in der angesetzten Zeit in jedem Fall wieder in Ruhe zusammensetzen und mit Gold veredeln kannst.
Zu Hause muss es dann noch ca. 2 Wochen trocknen.
Falls du eigene Stücke mit KINTSUGI von Felicitas „reparieren“ lassen willst oder das Handwerk selbst vertiefen möchtest, melde dich direkt bei www.kintsugi-urushi.ch.
Until you are broken you don’t know what you’re made of.
Ziad K. Abdelnour
DOZENTINNEN
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Meine Arbeit ist die unsichtbare, energetische Entsprechung der japanischen Handwerkskunst KINTSUGI: Hier das Gefäß, das Porzellan, das Gold – dort der Körper, die Energie, das Bewusstsein.
Jede Scherbe, jeder emotionale Riss, jedes psychische Fragment ist ein Portal in unsere ursprüngliche Ganzheit, lässt uns ‘Ganzheit’ überhaupt erfahren. Denn der Körper lernt immer durch Kontrast und Übertreibung. Ich kann Ekstase nicht ohne Schmerz erleben, meinen Genius nicht ohne Trauma entwickeln, Vollkommenheit nicht ohne Narbe fühlen.
Die beiden Gegensätze in sich halten zu können, bis sie sich auf einer höheren Ebene zu etwas Neuem, Größeren verbinden, ist die alchemistische Arbeit von Conscious Embodiment. Solange wir unser Trauma oder unsere Symptome therapieren oder weghaben wollen, verpassen wir das Gold, welches nur aus den Bruchstellen geborgen werden kann.
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In ihrem Atelier Kintsugi & Urushi hat sie sich einen Raum eingereichtet, in welchen sie sich mit der japanischen Philosophie befasst und die Technik des Kintsugi perfektioniert. Sie hat einige Jahre im Ausland gewohnt, davon 4 Jahre in Tokyo, wo sie als Goldschmiedin, Freelancerin im Bereich Marketing und als Kintsugi Lernende tätig war.
Seit Juli 2022 wohnt sie wieder in Bern und unterrichtet das alte japanische Handwerk Kintsugi in ihrem Atelier in der Berner Altstadt. Zudem ist sie, wenn immer die Zeit es erlaubt, als Goldschmiedin tätig und befasst sich mit Schmuck- und Edelsteinschätzungen.
An diesem Tag im Atelier wird nicht “gebastelt”. Wir werden die Kunst der somatischen Architektur betreiben.
Felicitas führt deine Hände in das Handwerk des Kintsugi – wo die Fuge nicht versteckt, sondern mit Gold gefüllt wird.
Svetlana führt dein System in die somatische Wahrheit, dass deine Risse die neuen Leiterbahnen für deine Kapazität sind.
Wir vollziehen den Tikkun (die Reparatur der Welt):
Wir sammeln die verstreuten Funken deiner Identität und fügen sie zu einem neuen, goldenen Ganzen zusammen. Wir hören auf, die Scherbe zu sein.Wir werden zu dem Gold, das die neue, größere Statik hält. Dies ist eine Einladung an jene Frauen, die bereit sind, den “Heilungs-Loop” zu verlassen und ihr Gefäß für das Jahr des Feuer-Pferdes feuerfest zu machen.
Deine Scherben waren die Vorbereitung.
Das Gold ist die Antwort.
INSPIRATION
Imperfection is perfect Reality.
Text: Svetlana Leiber - All rights reserved

